Lichtbringer

Es ist Anfang Januar. Für viele die Zeit, ihre mit Eifer gefassten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Aber auch die Zeit, in der diese nach und nach aufgegeben werden und manch einer über seine tollkühn geschlossenen Pläne wie über eine kurzzeitige Schwärmerei nun den Kopf schüttelt. Es gibt natürlich auch eine kleine Gruppe von Menschen, die es tatsächlich schafft und denen zolle ich größten Respekt. Ich persönlich halte es da mit dem Dichter Wilhelm Raabe, der einst sagte:

„Der schwierigste Weg, den ein Mensch zurückzulegen hat, ist der zwischen Vorsatz und Ausführung.“

Ich glaube an Veränderung, aber die knüpfe ich weder an ein Datum noch an meine Willenskraft. Ich lasse mich gerne von Gott inspirieren und versuche auf seine Fingerzeige und Herzensanstupser zu hören. Und mich dann mithilfe seiner schöpferischen Kraft verwandeln zu lassen.

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Letzte Woche sind meine Familie und ich spontan nach Bremen gefahren. Nach zwei Wochen Krankheit mussten wir einfach mal raus und so buchten wir ein Hostel, packten unser Auto mit Klamotten, Spielen und Essen voll und machten uns auf den Weg ins erste Familienabenteuer des Jahres. Wir erkundeten die Stadt bei goldenem Sonnenschein und unverschämt blauem Himmel. Das Highlight für die Kinder waren selbstverständlich die Statue der Bremer Stadtmusikanten und die Bonbonmanufaktur, wo sie die Herstellung von quietschbunten Bonbons mit Himbeerduft in der Nase beobachteten und die noch warmen, weichen Drops probieren durften.

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Holger und ich genossen es, durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt zu schlendern. Während Holger Fotos machte, fielen mir plötzlich ein paar unscheinbare Messingbuchstaben auf einer Hauswand auf. Sie waren nicht besonders groß und ihr Glanz schon lange vergangen, trotzdem konnte ich meinen Blick nicht mehr von dem Wort nehmen, das sie formten:

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LICHTBRINGER. Mehr stand da nicht. Und dennoch spürte ich ein Kribbeln am ganzen Körper. Lichtbringer, dachte ich. Das könnte mein Vorsatz für dieses Jahr sein. Nicht nur Lichtspurensucher, sondern auch Lichtbringer sein, nicht nur nach dem Licht in der Welt suchen, sondern selbst dafür sorgen, dass es um mich herum ein Stückchen heller wird.

Deshalb lade ich auch euch ein: Haltet Ausschau nach Gottes Licht in dieser Welt und macht euch als Lichtbringer bewusst, wie Jesus euch beschrieben hat:

„Ihr seid das Licht der Welt, das die Welt erhellt.“
Matthäus 5, 14

Ein Gedanke zu “Lichtbringer

  1. Pingback: Happy Birthday! – Lichtspurensucher

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