Im Licht Gottes

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Nach langer Zeit des Regens und der trüben Tage zeigt sich endlich wieder die Sonne. Es ist jedes Jahr aufs Neue herrlich zu erleben, wie Mensch und Natur allmählich aufblühen, ihre Köpfe dem Licht entgegenrecken und sich die Nasen kitzeln lassen. Das Licht der Sonne tut einfach gut. In diesen ersten kurzen Frühlingstagen liebe ich es, mich vom Licht durchfluten zu lassen, die Vorhänge meiner Seele aufzureißen und ein wenig zu erschaudern über die noch feucht-kühle Luft, die einströmt.

„Wenn du ganz vom Licht durchdrungen bist und nichts mehr finster in dir ist, dann ist es so, als ob dich eine Lampe mit ihrem hellen Schein anstrahlt. Alles steht im Licht.“
Lukas 11, 36

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Alles scheint zu funkeln und hell zu leuchten, denn die Sonne ist ständig auf der Suche nach etwas, das ihr Licht reflektiert. Nichts und niemand kann dieses Reflektieren verhindern oder ablehnen oder irgendetwas dagegen tun. Das Licht der Sonne MUSS reflektieren, so übermächtig ist es.

„Wie das Sonnenlicht bricht seine Herrlichkeit hervor, um ihn leuchtet es hell,
und in den Strahlen verbirgt sich seine Macht!“
Habakuk 3, 4

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Doch das Licht der Sonne bringt noch etwas anderes zum Vorschein. Denn plötzlich kann ich sehen, wie verstaubt es in unserem Haus ist, wie verschmiert die Fenster, wie bekleckst die Küchenfronten. Alles, was vorher durch das Dunkel verborgen und unauffällig gewesen war, ist nun klar und deutlich zu sehen. Wird es ebenso sein, wenn ich einst im Lichte Gottes stehe? Werde ich plötzlich meine Fehler ganz klar erkennen, so wie Adam und Eva im Garten Eden, als sie in Gottes Gegenwart ihre Sünde erkannten? Denn alles Menschengemachte, alles Versuchen, alles Vertuschen, alles Ignorieren hat keinen Wert vor dem Allmächtigen. Egal wie makellos und beständig ein Gemälde auch sein mag – dem Sonnenlicht ausgesetzt, ist es dem Verfall unterworfen.

„Die Dunkelheit überflutet er mit Licht, ja, die tiefsten Geheimisse deckt er auf.“
Hiob 12, 22

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Und ich bin dankbar dafür. Dankbar, dass ich mich sein Kind nennen darf, dankbar, dass er mir seine Liebe und Vergebung schenkt, die mich frei machen, dankbar, dass ich sein Licht reflektieren darf, dankbar, dass die Gerechtigkeit siegen wird, dankbar, dass die Dunkelheit weichen muss, dankbar, dass Gott derselbe war, ist und bleibt, gestern, heute, morgen.

„Gott ist Licht. In ihm gibt es keine Finsternis.“
1. Johannes 1, 5

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