Es ist vollbracht

„Es ist vollbracht!“
Das Licht leuchtete in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.
Jede einzelne Sünde kriecht in seine sündlose Seele und der Himmel wendet sich mit Grausen von ihm ab.
Er sieht eine Blutlache vor seinen Füßen.
„Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“
„Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.“
Die Soldaten drücken seine Arme auf den Balken und treiben Nägel in seine Hände. Dann stellen sie das Kreuz auf.
Er spürt das harte, raue Holz auf seiner Haut, jeder Schritt ist eine Qual, seine Wunden schmerzen.
Peitschenhiebe treffen ihn, die Menschen spucken ihn an, verspotten ihn, beschimpfen ihn.
„Kreuzige ihn!“
Ein Mann wäscht seine Hände in Unschuld, ein anderer weint und schämt sich für seine Schuld. Er hat seinen geliebten Herrn dreimal verleugnet.
Die Jünger lassen ihn im Stich, fliehen vor Angst. Ein zärtlicher Kuss verrät ihn.
Ein letztes Mal isst er mit seinen Freunden zusammen. Er nimmt den Laib Brot, betet und teilt es seinen Jüngern aus: „Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.“ Dann gibt er ihnen zu trinken und sagt: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!“
Er gießt Wasser in eine Schüssel, kniet vor seinen Jüngern nieder und wäscht ihnen die Füße. Er genießt die Gemeinschaft mit ihnen und möchte ihnen zeigen, wie sehr er sie liebt.
„O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich  bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen?“
Er wird von seinen Brüdern als Lügner und von den Nachbarn als Aufschneider bezeichnet und aus seiner Stadt und aus dem Tempel verjagt.
Seine Hände legen sich auf den Leib des Mädchens und im selben Moment füllt Sauerstoff ihre leblosen Lungen und sie tut einen Atemzug.
Er schreibt in den Staub, die Ankläger gehen einer nach dem anderen. Er spricht zu der Frau: „Sündige nun nicht mehr!“
Blinde sehen, Lahme gehen, Dämonen fliehen.
„Ich hätte es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?“ Er antwortet: „Lass es jetzt geschehen!“ Und Johannes tauft ihn und der Geist Gottes schwebt wie eine Taube herab. „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“
Die Hirten haben den von den Engeln Verkündigten gesehen. Sie kehren zu ihren Herden zurück und preisen und loben Gott.
„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren wird; denn euch ist heute in der Stadt Davids der Heiland geboren; das ist Christus, der Herr.“
Maria und Josef finden in Bethlehem keine Herberge mehr und so gehen sie in einen Stall und Maria gebärt einen Sohn. Sie wickelt das Kind in Windeln und legt es in eine Krippe.
Der Schöpfer des Himmels und der Erde verlässt seinen Thron und wird zu einem kleinen Baby im Körper eines jungen Mädchens.
„Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen“, sagt sie voller Vertrauen zu dem Engel.
Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort erschaffen; nicht ist ohne das Wort entstanden. In ihm war das Leben, und dieses Leben was das Licht für alle Menschen.
Es leuchtete in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.

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