Von Maria lernen

Maria ist eine von vielen Personen in der Bibel, die meinen Glauben bereichert und inspiriert haben. Hier ein paar Dinge, die ich alleine aus ihrer Begegnung mit dem Engel von ihr gelernt habe:

Gott ist uns nah

Maria war zu Hause. Vielleicht war sie gerade dabei, Hausarbeit zu machen oder vielleicht nähte sie etwas für ihr neues Heim nach der Hochzeit mit Joseph. Plötzlich spürte sie, dass sie nicht alleine im Raum war. Als sie sich vorsichtig umsah, erblickte sie einen Engel.

„Hab keine Angst, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus nennen sollst. Er wird groß sein und Sohn des Allerhöchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihn auf den Thron seines Vaters David setzen. Er wird für immer über Israel herrschen, und sein Reich wird niemals untergehen!“
Lukas 1, 30-33

Maria war perplex. Da stand ein Engel in ihrem Zimmer und er sprach vom Auserwähltsein und von Gott und vom neuen Herrscher über Israel. Was wollte er bloß von ihr? Nach und nach verstand sie, welche Botschaft der Engel ihr brachte. Ihr Herz musste wie verrückt geklopft haben. „Mich? Gott hat mich erwählt? Ich soll Gottes Kind tragen? Die Mutter des Messias sein?“

Weihnachten war für Maria die Erfahrung, wie nah der Herr uns sein möchte. Gott ist nicht nur ein überirdisches Konzept, das sich nicht im alltäglichen Leben wiederfindet. Das ist die größte Entdeckung an Weihnachten: Dass Gott mit uns ist.

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Gott ist alles möglich

Maria fragte den Engel:
„Aber wir kann ich ein Kind bekommen? Ich bin noch Jungfrau.“
Lukas 1, 34

Natürlich war das eine sehr berechtige Frage, die Maria hatte. Denn nach menschlichem Wissen ist die Behauptung des Engels vollkommen unmöglich. Der Engel erklärte Maria, dass dies durch den Heiligen Geist und durch die Macht Gottes geschehen wird. Er schloss mit den Worten:

„Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“
Lukas 1, 37

Maria lernte die ultimative Wahrheit dieser Aussage kennen und verstehen. Gott ist alles möglich! Wenn Weihnachten vor der Tür steht, dann müssen wir uns bewusst machen, dass Gott wirklich nichts unmöglich ist. Eben auch nicht, dass eine Jungfrau ein Kind gebiert. Weihnachten erinnert uns daran, dass wir unseren Blick nicht auf unsere Menschlichkeit, sondern auf seine unvorstellbare, alles umfassende Göttlichkeit richten sollen.

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Gottvertrauen, Gott vertrauen

Maria, eine noch sehr junge Frau, äußert ein unglaubliches Bekenntnis, das uns erahnen lässt, warum Gott sie ausgewählt hat. Nachdem der Engel ihren bereits durchorganisierten Lebensverlauf mit der Botschaft des Herrn, dem göttlichen Plan, erschüttert hatte, sagte Maria ganz klar:

„Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen.“
Lukas 1, 38

Maria willigt ein. Sie entscheidet sich, Gott zu dienen, obwohl ihr bestimmt die Wahl offen gestanden hat. Sie sagt nicht: „Aber ich wollte doch den Josef heiraten und mit ihm Kinder bekommen und…“ Maria entscheidet sich ganz bewusst, Gottes Plan zuzustimmen. Einfach, weil es sein Plan war. Das ist Vertrauen! Sie stellt sich selbst hintenan und gibt sich ganz dem Vater hin. Weihnachten bedeutete für Maria zu verstehen, dass Gottes Wege viel höher und so anders und so viel besser als unsere Wege sind. Marias Herz fand ein klares Ja und sie unterstreicht dies noch einmal mit ihren Worten:

„Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden und mir geschehen.“
Lukas 1, 38

Wann habe ich zuletzt „JA!“ zu Gottes Plan für mein Leben gesagt? Wann habe ich zuletzt meinen Willen niedergelegt und seinen getan?

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Erwählt von Gott

„Sei gegrüßt, Maria! Der Herr ist mit dir! Er hat dich unter allen Frauen auserwählt.“ Lukas 1, 28

Für Maria war Weihnachten die Herausforderung zu verstehen, was es wirklich bedeutet, von Gott auserwählt zu sein. Dass Gott Gefallen an ihr hatte, bedeutete nicht, dass sie ein Leben voll ungebrochener Glückseligkeit lebte oder dass all ihre Träume wahr geworden wären. Den Preis, den sie zahlte, von Gott auserwählt worden zu sein, war hoch.

Allein ihre Schwangerschaft: Marias Ruf würde sich nun in ihrem Umkreis ändern. War sie doch zunächst beschrieben als jungfräulich und rein, würde sie nun dastehen wie eine freizügige und promiskuitive Frau. Wahrscheinlich hörte sie nun täglich das Getuschel hinter ihrem Rücken, wenn sie durch die Stadt ging. Und Jahrzehnte später muss sie miterleben, wie ihr geliebter Sohn ans Kreuz geschlagen wird.

Maria lernte, dass es an Weihnachten nicht um sie selbst ging, sondern darum, Gott groß zu machen und ihm zu dienen. An Weihnachten geht es darum, wie Gott in unser alltägliches Leben eingreift und interveniert, darum, dass Christus in unsere Enttäuschungen und unser Scheitern hinein geboren wurde. Weihnachten geht es nicht um mich. Es geht um Christus, der sich selbst in mir und für mich offenbart hat.

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Ich wünsche dir von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und dass du über das Wunder der Geburt Jesu auf dieser Erde immer wieder staunen kannst!

2 Gedanken zu “Von Maria lernen

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